Markersignal-punktgenaue positive Verstärkung mit oder ohne Clicker

Immer öfter kann man vom sogenannten „Markersignal“ lesen und hören. Aber was genau kann man darunter verstehen?

Jede Art von gleichbleibenden, vom Hundeführer kontrollierbaren und vom Hund wahrnehmbaren Signal kann zu einem Markersignal werden.

Es ist nichts anderes als ein Lob, das zum richtigen Zeitpunkt ausgesprochen oder gezeigt wird.

Für das Loben der meisten Hunde eignet sich ein Lautsignal. Es wird vom Hund auch wahrgenommen, wenn er gerade nicht zu seinem Hundeführer schaut.

Um sicher zu stellen, dass ein Lautsignal vom Hund auch sicher als Lob wahrgenommen werden kann, wird auf die klassische Konditionierung zurückgegriffen. Hierzu muss nur nach dem Signal innerhalb von 0,5-2 Sekunden eine positive Konsequenz folgen. Mag ein Hund Futter, kann auf das Signal sofort ein Stück Futter folgen.

Mag ein Hund jedoch kein Futter oder möchte der Hundeführer seinen Hund ohne Futter trainieren, dann folgt nach dem Signal etwas was der Hund mag und mit dem der Hundeführer einverstanden ist.

Ganz wichtig! Nach dem Signal muss unbedingt direkt die Belohnung (Konsequenz) folgen, damit das Signal nicht vom z.b. „Greifen in eine Tasche“ überschattet wird. In dem Fall würde das Greifen in die Tasche, statt dem beabsichtigten Lautsignal, zum Markersignal werden.

Die Abfolge: „Signal dann sofort Belohnung“ führt man ca. 10-20 mal hintereinander aus. Danach wird getestet, ob der Hund das Signal schon mit der Belohnung verknüpft hat. Man wartet, bis der Hund etwas abgelenkt ist und gibt dann das Markersignal. Reagiert der Hund darauf, indem er erwartungsvoll zum Hundeführer schaut, hat dieser das Signal mit der Belohnung verknüpft.

 

 

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