Generalisierung

Mäxchen hat kein Alzheimer (siehe mein Beitrag auf Facebook)

Was ist passiert, dass Mäxchen keine Kommandos ausgeführt hat?

Dafür kann es mehrere Gründe geben. Die Hauptursache nennt sich fehlende Generalisierung.

Martin hat mit Mäxchen viel geübt. In der Hundeschule und Zuhause in der Wohnung. Es hat sich halt nicht anders ergeben. In der Wohnung war es bequem und warm und in der Hundeschule wurde auf dem Hundeplatz geübt, da man das ja immer so gemacht hat. 😉

Hunde lernen kontextbezogen. Sie verknüpfen unbewußt alle Umweltreize, die beim Lernen vorhanden waren. So gehörte der erhobene Finger genauso zum Kommando, wie der Zaun vom Hundeplatz und die anderen Hunde. Zuhause gehörte wohl der Teppich, auf dem Mäxchen die Rolle gelernt hat und die Einrichtung des Übungszimmers zum Kommando dazu.

Um diesen Effekt auszuhebeln ist es wichtig, möglichst schon am Anfang der Übungsphase eines neuen Kommandos, auf unterschiedliche Umweltreize zu achten. Das könnte in der Wohnung schon ein anderer Bodenbelag im selben Zimmer sein oder das Kommando bekommt der Hund auch mal auf seinem Kissen. Ein andere Abwechslung wäre eine andere Körperhaltung der Bezugsperson (hier Martin). Wenn das gut klappt, übt man das Kommando draußen im Garten und auf der Gassistrecke. Hier ist Ihre Phantasie gefragt. Wichtig ist jedoch immer nur einen Faktor zu verändern und bei jeder neuen Umgebung die Ansprüche soweit zurück zuschrauben, dass der Hund es immer noch schafft. Das kann z.b. auch bedeuten, dass man beim Kommandoaufbau wieder ganz von vorn anfangen muss.

Der zweite Grund könnte eine erhöhte Erregungslage sein. Je aufgeregter und gestresster ein Hund ist, um so weniger kann er auf bekannte Kommandos richtig reagieren.

 

 

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