Angst vor Silvester

Aktuell, jetzt im Dezember, läuft Werbung im TV über ein Mittel gegen die Angst vor Silvester.

Dies ist ein sehr gutes Mittel gegen Stress und damit Angst. Es ist ein frühzeitig gelerntes Entspannungssignal. Es hilft dem Hund sich schneller zu entspannen. Bei sehr leichter Unruhe kann dieses Mittel allein bei Silvester verwendet werden. 

Dieses Mittel, der Wirkstoff nennt sich D.A.P., kann auch noch als Halsband, Tabletten und Spray angewendet werden. Ich bevorzuge Halsband und Tabletten.

Dieses Mittel ist gemeint:

Hinweis: Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen, wenn sie das Bild anklicken und dann das Produkt kaufen,

Hat ihr Hund jedoch schon mehr oder weniger Angst, ist dieses Mittel nicht ausreichend. Begleitende Notfallmaßnahmen sind dann zwingend notwendig. Manchmal reicht es den Fernseher oder das Radio etwas lauter zu stellen. Die Fenster zu verdunkeln hilft zusätzlich. 

Wohnen sie in einer am Silvesterabend sehr lauten Gegend und wissen noch nicht, wie ihr neuer Hund auf die Geräusche reagiert, ist es sinnvoll die Tage, zu denen gewöhnlich Raketen und Knaller losgelassen werden, in einer deutlich ruhigeren Gegend zu verbringen.  

Sollten sie bis Silvester noch ein wenig Zeit haben, können sie ihren Hund an die Geräusche gewöhnen. Rufen sie mich an: 0175 3651484

Kontakt

Preise

Sprühflasche ?

Eben habe ich im TV eine Sendung mit einem Hundetrainer gesehen, die mich schockiert hat. Ich möchte nun alle warnen einen ängstlichen Hund für Fehlverhalten mit einer Sprühflasche zu „korrigieren“.

Der Hund kam aus dem Tierschutz und war angeblich gut sozialisiert. Der Hund zeigte Aggressionsverhalten gegenüber Menschen in der Wohnung und vor der Wohnungstür. Auf einer Wiese war nichts mehr davon zu bemerken. Dort apportierte er sehr freudig, ohne die Menschen rings herum groß zu beachten. Frauchen sollte dann mit dem Hund vor der Haustür apportieren üben. Dort jedoch wirkte er sehr unsicher, war aber nicht aggressiv gegenüber das Fernsehteam oder dem Trainer.

Bei einem Test mit einer Person, die vorbei läuft, reagiert der Hund wieder aggressiv. Diese Testperson sollte ihn massiv anspritzen, damit er mit dem Aggressionsverhalten aufhört. Das tat er auch, aber die Körpersprache war sehr deutlich ängstlich.

Am dargestellten letzten Besuch zeigt der Hund dann den „Erfolg“, dass er dem Trainer und den Versuchspersonen gegenüber überhaupt keine Aggression zeigte. Der Hund saß dann mit sehr ängstlicher Körperhaltung versteckt hinter seinem Frauchen. Sie feierten den Erfolg und Frauchen schien zufrieden.

Was aber war im Hund passiert?
Er hat gelernt, fremde Menschen spritzen mit Wasser. Er hat, das zeigt seine Körpersprache, sehr große Angst vor den Menschen, die dort vor dem Haus entlang laufen.

Fehlende Fähigkeit zur Generalisierung hat der Trainer vom Hund behauptet. Eigentlich kann ich nur hoffen, dass er Recht hat, denn wenn der Hund das doch kann, dann kann er es schnell auf Menschen z. b. auf einer Wiese übertragen. Dann ist es vorbei mit dem entspannten Spiel auf der Wiese.

Leider hat der Hund beim Training auf dem Hundeplatz sehr wohl gezeigt, dass er generalisieren kann.

Beim letzten Termin, blieb die fremde Person auf Abstand. So konnte der Hund ruhig bleiben. Jedoch hat sich die Angst gegenüber fremden Personen gesteigert. Kommen diese Personen irgendwann mal näher, dann wird dieser Hund ziemlich sicher in seine alten Verhaltensmuster zurück fallen. Der Hund wird zu einer tickenden Zeitbombe.
Im Übrigen muss Frauchen jetzt immer eine Sprühflasche mitnehmen, denn Strafen müssen immer folgen, wenn das unerwünschte Verhalten gezeigt wird. Nun nehmen wir mal an, der Hund hat die Angst vor Menschen auf die Wiese übertragen.
Dann sind zwei Dinge möglich:
Erstens der Hund rennt im Freilauf vor denen weg und ist eventuell für immer weg. Zweitens ist es möglich, dass er die Menschen auch angreift. Wie soll nun Frauchen das Wasser bis dorthin spritzen?

Es kann aber auch folgendes passieren. Der Hund ist so sehr eingeschüchtert, dass er nie seine Aggressionen zeigt. Dadurch kann Frauchen in Versuchung kommen, diesen Hund überall hin mitzunehmen. Durch das Spritzen mit Wasser hat er gelernt, fremde Menschen sind gefährlich. Gefahr jedoch löst Stress im Hund aus. Dauerhafter Stress macht krank. Frauchen ist jetzt froh. Sie kann den Hund überall mit hinnehmen. Für den Hund jedoch sind solche Auswirkungen dieser Strafe hier „Korrektur“ genannt, eine Katastrophe.

Was hätte man anders machen können?
Laut den Angaben in der Sendung reagiert der Hund territorial aggressiv. Auf einer Wiese war der Hund völlig entspannt. Das lässt mich vermuten, der Hund kannte in seiner Welpenzeit nur Natur. Die Stadt mit Autos, Gebäuden und die Straße haben ihm vermutlich von Anfang an Angst gemacht und damit auch die Menschen dort. Das hätte man überprüfen müssen. Wie verhält er sich in ähnlicher Umgebung, dort wo er noch nie war?
In diesem Fall wäre das Mittel der Wahl positive Erfahrungen und nicht Strafe.

Haben sie ein ähnliches Problem? Rufen sie mich an. 0175/3651484